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Gentechnik in Deutschland

 

Nestlé Butterfinger

Nestlé Butterfinger

© Greenpeace Deutschland

 

1998 bringt Nestlé den Butterfinger in den deutschen Handel. Greenpeace machte
darauf aufmerksam, dass er aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt ist.
Ein Jahr später wird er auf Druck der Verbraucher wieder vom Markt genommen.

 

Gentechnik mit der Brechstange

Monsanto hat 2005 vor dem Verwaltungsgericht Hannover gegen das Bundessortenamt geklagt. Monsanto wollte damit im Eilverfahren die Zulassung von Genmais Mon810 als Saatgut in Deutschland erzwingen. Im Dez. 2005 wird Mon810 trotz aller Mängel in Deutschland zugelassen.

Geheimer Anbau in Deutschland

Im Nov 2006 wird bekannt, dass zwischen 1998 und 2004 in mindestens 11 Gemeinden Baden-Württembergs Anbauversuche mit gentechnisch verändertem Mais stattfanden ohne dass die Öffentlichkeit davon informiert wurde.

Sachsen Anhalt - Freie Fahrt für Gentechnik

Sachsen-Anhalt möchte gern eines: Das Land der "Zukunftstechnik" sein.

Im März 2003 reichte Sachsen-Anhalt einen Antrag zur Novellierung des Gentechnik-Gesetzes ein.

Danach soll es keine Haftungsansprüche geben, wenn Bio-Bauern die Ernte durch Gen-Pollenflug verseucht wurde.

Im April 2005 reicht die Landesregierung Sachsen-Anhalts eine Verfassungsklage gegen das Gentechnikgesetz ein! Das Land will die bestehenden Haftungsregeln zu Fall bringen.

Gen-Kartoffeln der TU München vor dem Aus

Kartoffeln, die Zeaxanthin produzieren sollen vor Altersblindheit schützen. Sie sollten zu Chips verarbeitet vor dem Fernseher verzehrt werden. Das Bundesforschungsministerium hat im Feb 2005 die Finanzierung dieses völlig unsinnigen Projektes gestoppt. Zeaxanthin kommt in ausreichender Menge z.B. in Bohnen, Salat und Mais vor.

Die Alternative ist also: Gesunde (biologische) Ernährung statt Gen-Chips vor dem Fernseher.

Die EU-Kennzeichnungsverordnung

Jahrelang hat die Biotech-Industrie wie von einer besonders giftgen Tarantel gestochen aufgeschrien, wenn die Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht laut wurde und sie hat über Jahre hinweg zu verhindern gewusst, dass der Konsument eine informierte Kaufentscheidung treffen kann.

Im April 2004 wurde nun endlich die Gentechnik Verordnung von der EU beschlossen:

  1. Ab einem Gentechnik Anteil von 0,9% muss gekennzeichnet werden, auch Restaurants müssen kennzeichnen.
  2. Was fehlt ist die Kennzeichnung von tierischen Produkten wie Fleisch, Eier und Milch, wenn die Tiere mit GM Futter gefüttert wurden.
  3. Alle Anbauflächen mit Gen-Pflanzen müssen mit der exakten Ortsangabe in einem Bundesregister veröffentlicht werden.
  4. Alle Schäden durch Gen-Verunreinigungen konventioneller oder ökologischer Produkte sollen entschädigt werden können. Steuergelder sollen nicht zum Ausgleich der Schäden verwendet werden.
  5. Ökologisch sensible Gebiete sollen besser geschützt werden. Dies soll durch eine Änderung des Bundes­naturschutz­gesetzes sichergestellt werden.
  6. Abbruchkriterien für experimentelle Freisetzungen und Gen-Anbau sind konkretisiert worden.

Außer Punkt 2 entspricht dies im Wesentlichen dem Gesetzesentwurf, den Renate Künast (Grüne) eingebracht hat.

Wäre es nach dem Willen der CDU-CSU oder dem deutschen Bauernverband gegangen, wären Schadensersatzansprüche komplett gestrichen worden oder wenn überhaupt ein Fonds aus der sowieso schon leeren Steuerkasse eingerichtet worden. Die CDU lehnt verbindliche Anbauvorschriften zur Reduzierung des Pollenflugs ab. Von dem Gentechnik Gesetz wäre nichts als eine leere Hülse übrig geblieben und eine gentechnikfreie Landwirtschaft wäre unmöglich geworden.

Wegen der Nichtumsetzung der EU-Freisetzungsrichtlinie für Gentechnik-Organismen läuft gegen Deutschland ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof. Dem Bund drohen Strafgelder in Höhe von bis zu 725 000 Euro pro Tag.

Dezember 2005: Die neue Bundesregierung fördert die Gentechnik. Seehofer "hat Öko satt". Als erste Amtshandlung genehmigt Seehofer 3 genveränderte Sorten Monsanto Mais, der Schutz von Ökobauern soll abgeschafft werden.

 

Baumwolle
Europarat fordert Kennzeichnung auch tierischer Produkte

Der Europarat hat im Jan. 2005 die Resolution 1419 zu GMOs angenommen, die in einigen Forderungen weit über die EU-Regelungen in diesem Bereich hinausgehen. Unter anderem fordert er eine Kennzeichnung von tierischen Produkten! Er empfiehlt dem EU-Parlament eine entsprechende Gesetzgebung zu entwickeln. Damit unterstützt der Europarat voll die Forderungen von Greenpeace!
Bauern, die gentechnikfrei füttern wollen, können z.B. beim Raiffeisen Kraftfutterwerk in Kehl gentechnikfreies Futter kaufen.

Restaurants

Restaurants, Kantinen und Imbissstände müssen auf der Speisekarte angeben, wenn sie genmanipulierte Zutaten verwenden. Fehlt dieser Hinweis, riskieren Wirte Bußgelder bis 50.000 €.

Oft werden nach Recherchen der Greenpeace Gen-Detektive gentechnisch veränderte Soja-Öle der Marke "Sedina", "Selsana" und "Gerlicher" verwendet ohne dass hierauf hingewiesen wird.

Im Supermarkt wäre genmanipuliertes Öl unverkäuflich, den Herstellern bleiben daher als letzter Ausweg nur die Restaurants, die das Problem noch gar nicht erkannt haben.

Greenpeace hat Ende 2005 in 16 von 110 besuchten Restaurants in Bayern Gen-Öle gefunden, die natürlich nicht auf der Speisekarte aufgeführt wurden.

Gentechnikfreie Zonen

In vielen Regionen Deutschlands gibt es sie bereits: Landwirte haben sich zusammengetan und sich gegenseitig versichert, auf Gentechnik zu verzichten.

Im Okt 2004 haben sich bereits 11.600 Bauern gegen die "Grüne Gentechnik" verbündet.
Weitere Infos siehe: gentechnikfreie-regionen.deund Keine-Gentechnik.de

Das Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, gibt Auskunft über Anbau- bzw. Freisetzungsflächen von gentechnisch veränderten Pflanzen.

Greenpeace hat die Anmeldungen im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Braunschweig geprüft. Die Angaben in Bayern und Brandenburg stimmen teilweise nicht, weil es entsprechende Flächen in den Gemeinden entweder gar nicht gibt oder diese eine völlig andere Größe aufweisen. Greenpeace hat nicht nur die Daten der angemeldeten Gen-Äcker in Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommen untersucht, sondern sie mit Google-Maps sogar bis auf das Flurstück genau abgeglichen. Zur Seite Anbaukarte Gen-Pflanzen.

Siehe auch: www.standortregister.de/

2005: Greenpeace bietet Rechtsberatung für Landbesitzer an, die in Pachtverträgen den Anbau von Gen-Mais ausschließen wollen.

Im Juli 2005 haben Bauern und Imker bei Berlin zu der Aktion "Gendreck weg" aufgerufen, bei der 400 Menschen ein Maisfeld von Gentechnik "befreien" wollten. Dazu kam es nicht, weil etliche Hundertschaften Polizei das Feld beschützten. Aber diese Aktion hat eine breite gesellschaftlichen Debatte und großes Medienecho hervorgerufen.

Änderung des Anbaukatasters

März 2005: Der Bundestag ändert das Standortregister für Gen-Anbauflächen. Gen-Äcker werden künftig im Behördendickicht versteckt. Aus Angst vor der Industrie und einigen SPD-Landesfürsten wird das demokratische Prinzip der Transparenz beschnitten. Die flurstückgenaue Eintragung in das Standortregister wird durch eine weniger konkrete Eintragung nach Gemarkungen ersetzt. Durchschnittlich umfasst eine Gemarkung 100 bis 300 Flurstücke. Mit einem Kataster nach Gemarkungen werden sich die derzeit 730 Gen-Flurstücke in 385.000 Flurstücken verstecken.

Schon jetzt müssen Bauern, die benachbarte Felder besitzen, den Behörden für weitergehende Auskünfte eine maßstabsgetreue Zeichnung des eigenen Grundstücks als Berechtigungsnachweis vorlegen. Diese Schikanen werden bei einer Ausrichtung nach Gemarkungen zukünftig für Tausende von Flächeneignern, benachbarten Landwirten und Imker gelten. Die Behörden müssen also mit bis zu 400.000 Anfragen alleine von Flächeneignern rechnen, weil diese keine Detailinformationen mehr im Internet finden. Die Öffentlichkeit wird über die genaue Lage gar keine Informationen mehr erhalten.

Greenpeace schlägt "gentechnikfreie Zone Aachen" vor

Am 27.8.2004 schickte die Greenpeace Gruppe Aachen einen offenen Brief an alle Aachener Parteien, in dem sie um deren Stellungnahme bittet, in Aachen eine gentechnikfreie Zone einzurichten. Die Stadt soll ihre eigenen Güter als "gentechnikfrei" erklären. Das heißt, dass dort keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut oder an Tiere verfüttert werden sollen.

Den Brief können Sie hier lesen. (incl Resultat der Anfrage)

Die Greenpeace-Gruppe-Aachen hat in den letzten Monaten zahlreiche Gespräche mit Bauern geführt, damit diese eine Selbstverpflichtungs­erklärung unterschreiben, auf Gentechnik auf ihren Äckern zu verzichten.

 

 
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